Samstag, 13. August 2016

Letzte Woche - Zusammenfassung

Ihr Lieben,

heute werdet ihr verwöhnt, nicht nur der Bilderpost, der den Sonntag beschreibt, sondern dieser Post, der meine Ereignisse der letzten Woche zusammenfasst.
Ihr habt Glück!

Also ich glaube ich habe nicht erwähnt, dass Ricky zwei Staffordshire Bullterrier hat. Zumindest glaube ich, dass das die Rasse ist. Und sie sehen beide ziemlich gemein aus. Und können beide äußerst bedrohlich knurren.
Nachdem mir Ricky am Sonntag versichert hatte, dass die beiden mich nicht beißen, und ich sie einfach ignorieren soll, wenn ich das Haus verlasse, dachte, ich okay, machste es so.
Am Montagmorgen dann, als Ricky schon weg war, und ich auch das Grundstück verlassen wollte, warteten die beiden im Garten auf mich. Genau zwischen der Treppe und dem Gartentor...
Und knurrten.

Dazu fällt mir die eine schöne Geschichte ein, die ich las in einer Zusammenstellung von One-Night-Stand-Geschichten, die in der einen oder anderen Art völlig aus dem Ruder gelaufen sind.
Und zwar ging es da um einen Typen, der bei einer Frau übernachtet hatte und sie ihm abends schon gesagt hatte, sie müsse am nächsten Tag früh arbeiten, und er solle einfach ausschlafen. Was der Kerl auch tat. Irgendwann wachte er jedoch auf, mit dem dringenden Bedürfnis, die Toilette aufzusuchen.
Was die flüchtige Bekanntschaft ihm nämlich nicht gesagt hatte: neben dem Bett lagen zwei dänische Doggen. Die ganz still lagen, bis er sich anschickte, das Bett zu verlassen. Dann knurrten sie. Und zwar äußerst bedrohlich...
Dem jungen Mann blieb schließlich nichts anderes übrig als darauf zu warten, dass Frauchen wiederkam. Ich erinnere mich noch an den Schlusssatz, der da hieß "... und sprintete auf die Toilette."

Zurück zu meinem Dilemma. Ich hatte nicht den Luxus auf Ricky zu warten, also marschierte ich tatsächlich mitten durch die Hunde. Denen hat das nicht gefallen, aber sie haben tatsächlich keine Anstalten gemacht, mich aufzuhalten oder gar anzufallen. Mittlerweile kommen sie mir übrigens schwanzwedelnd entgegen. Wer hätte das gedacht. Ich wohne bei zwei Hunden.

Montag Mittag konnte ich dann mein Projekt der ersten Woche abschließen (ich hatte wirklich Probleme mit dem Datensatz, die nicht meine waren. Und zwar, Leute ihr werdet es nicht glauben, das original Encoding meines Datensatzes war auf Japanisch! Und ich hab halt eine normale, englische SAS-Version benutzt und auf einmal waren mehr als die Hälfte meines Datensatzes weg!
David hatte recht, der hat das schon am zweiten Tag vermutet^^).
Ich habe jetzt den eigentlichen Datensatz bekommen, und jetzt geht die Arbeit richtig los.
Mandy, meine Kollegin, ist nicht ganz so optimistisch wie ich, weil sie meint, dass es viel zu viele missing values gibt, aber ich hab beschlossen mich da nach und nach drum zu kümmern. Wird schon.

Dienstag gab's noch einen mega Vortrag über Malaria.
Im Institut haben wir übrigens unsere eigenen Mücken. Die auch Malaria übertragen (können), zumindest theoretisch. Wen's interessiert (Steffi? Niki?): zum Beispiel hier. Da hat auch mein Chef, Peter O'Rouke, mitgearbeitet.

Ach so, und dann bekam ich auf dem Heimweg von Ricky noch eine SMS, ich solle mich nicht wundern, mein Mitbewohner sei angekommen :D
Ich bin mir ziemlich sicher, dass er Ross heißt (yeah, Friends!), aber nicht ganz. Mein Gedächtnis macht manchmal komische Sachen. Außerdem ist er kein Dinosaurier, sondern Tauchlehrer, aber nicht ganz, also wenn ich ihn richtig verstanden habe ist er Divemaster, der unter einem Instructor steht. Netter Typ, groß, breit, bärtig, und er scheint sich von Pizza zu ernähren.

Mittwoch war Feiertag, und obwohl mir meine Kollegen dringend dazu geraten haben, zur EKKA zu fahren, hab ich das sein lassen, sondern war stattdessen im Einkaufszentrum Lutwyche (ich liebe den Namen, echt Leute, LUTWYCHE!), und ich glaub ich war da bestimmt zwei Stunden bummeln. Dabei ist das gar nicht so groß, aber hat alles was ich brauche. Eine Post, einen Coles, einen ALDI (!!!), einen Buchladen, und drei Billigläden, die alle nützlichen Kleinkram zu vernünftigen Preisen anbieten. Ausch Shampoo und so Zeugs.
Und abends hab ich mir dann gemeinsam mit Sarah "Suicide Squad" im Kino gegönnt.
Muss man natürlich mögen, aber ich fand ihn großartig. Hab ich erwähnt, dass Sarah und ich in sehr vielen Dingen exakt übereinstimmen? Eins davon ist unsere Hingabe für einen gewissen Briten, der demnächst, und zwar genaugenommen, ab dem 27. Oktober mit Cape hier in die Kinos kommt.
Sarah hat quasi schon die Tickets gekauft (btw: Wann kommt Series 4 von Sherlock endlich??).

Ach Himmel, jetzt hätte ich um ein Haar Josephine vergessen, die am Donnerstag hier aufkreuzte und die schon seit etwa einem Jahr hier wohnt. Ross ist wohl für zwei Monate hier, und Josie auch nur noch bis Oktober, bevor sie nach Schottland geht. Sie war auch vorher schon in Kanada und Österreich (ich glaube Wien) zum Studieren, und arbeitet derzeit an einem Projekt zur Aufforstung der einheimischen Fauna. Da ist hier in der Nähe eine Insel, auf der sie und noch fünf andere Kollegen Bäume pflanzen und die Pflanzen rausholen, die da nicht hingehören. Sie bezeichnete sich übrigens selbst als Umweltwissenschaftlerin; studiert hat sie Biologie :) Ihre Familie wohnt in Cleveland und da ist sie auch fast jedes Wochenende. Jedenfalls haben wir uns sofort gut verstanden.

Freitag war ich dann noch bei den Studierenden-Vorträgen, was ganz interessant war, denn es gab vorher Pizza. Auch die Vorträge an sich hatten spannende Themen, nur von den Vortragenden war ich jetzt nicht so megamäßig begeistert, aber in dem einen ging es um die genetischen Faktoren für den Geschmackssinn, genauer, für süß und bitter, und in dem anderen für genetische Faktoren, die dazu führen, dass eine standardmäßige Behandlung von Gebärmutterhalskrebs entweder anschlägt oder eben nicht.

7 Kommentare:

  1. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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    1. Wo ist Edith wenn man sie braucht?

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    2. Ich glaube in diesem speziellen Fall würde sogar Edith eine Ausnahme machen... Wer schön sein will muss schließlich leiden!

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  2. Huhu.
    Man merkt, dass du dich so langsam richtig eingelebt hast. Das freut mich sehr. Schön, dass du sowohl dein Praktikum als auch deine Freizeit so detailliert beschreibst.
    Grüß mir die Hunde und die Katzen, falls du nochmal ins CCC gehen solltest ;)
    LG

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  3. Und in meinem Kopf so: "who let the dogs out? who, who, who..."

    Ich finde, du brauchst noch eine Schlussphrase mit Wiedererkennungswert. Das würde mir gefallen.
    Falls du dich also langweilen solltest... ;)

    Ansonsten wurde ich ein wenig an die mythenmetz'sche Abschweifung erinnert.

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    Gefällt mir.

    Du wirst vermisst!

    LG, Ag


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    1. Als ob ich jemals in meinem Leben schon abgeschwiffen wäre! Ich hab bloß den Spannungsbogen künstlich aufrecht erhalten.
      Okay und ich wollte diese Geschichte erzählen. Ich finde sie immer noch witzig. #noragrets

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    2. ... was ja die Funktion der mythenmetzschen Abschweifung ist. ;) qed

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